Der Film „Mabacher #ungebrochen“ startet

Filmplakat mabacher #ungebrochen

Martin Habacher, der bekannte Youtuber und Blogger, starb heuer (2019) im Jänner. Er erlebte damit nicht mehr die Premiere des Doku-Films „Mabacher #ungebrochen“.

Filmplakat mabacher #ungebrochen
mabacher #ungebrochen

Habacher wurde bei seiner Geburt ein früher Tod prognostiziert. Er kam mit der Glasknochenkrankheit zur Welt – doch seine körperliche Zerbrechlichkeit machte ihn letztendlich zu einer stärkeren Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Auf vehemente und doch humorvolle Art und Weise trat er für Toleranz und gegen Barrieren auf.

Der inzwischen vielfach preisgekrönte Streifen startet am 18. Februar im Cinema Paradiso in St. Pölten und am 02. März in Krems im Kino im Kesselhaus, jeweils in Anwesenheit des Regisseurs Stefan Wolner.

In Wien läuft der Film im Filmcasino und im Schikaneder Kino.

Informationen unter: http://mabacherfilm.com/

Regisseur Stefan Wolner und Hauptdarsteller Martin Habacher
Regisseur Stefan Wolner und Hauptdarsteller Martin Habacher (Foto: http://mabacherfilm.com/)

BhW Niederösterreich vergibt erstmals Preise für Barrierefreiheit

Vorbild Barrierefreiheit 2018
Vorbild Barrierefreiheit 2018 (Foto: BhW / Gerald Lechner)

In der Niederösterreichischen Landesbibliothek wurde Ende Oktober 2018 erstmals der Preis „Vorbild Barrierefreiheit“ in NÖ im Beisein zahlreicher Gäste vergeben.

Die BhW Niederösterreich GmbH ist eine Erwachsenenbildungseinrichtung, die gemäß ihrem Slogan „Bildung hat Wert“ aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen aufgreift und Bildungsangebote in den Gemeinden unterstützt. Neben Basisbildungsangeboten, Jugendcoaching, Bildungsberatung, Zeitpunkt Lesen und Bildungsehrenamt ist „Barrierefreiheit“ seit Jahren ein wesentliches Aufgabengebiet der BhW Bildungsarbeit. Nun wurde zum ersten Mal der Preis „Vorbild Barrierefreiheit 2018“ vergeben. „Barrierefreiheit heißt selbstbestimmt, dient der Vermeidung von Diskriminierung und hilft der Gesellschaft“, so Martin Lammerhuber, Holdinggeschäftsführer Kultur.Region.Niederösterreich

Eine gleichberechtigte und selbstständige Teilhabe am öffentlichen Leben muss für alle Menschen gegeben sein. „BhW barrierefrei“leistet in diesem Sinne in ganz Niederösterreich Informations- und Sensibilisierungsarbeit zu den Themen „Inklusion“, „Behinderung“, „Barrierefreiheit“ und „altersgerechte Gesellschaft“.

Vorbilder vor den Vorhang

Mit der BhW Auszeichnung „Vorbild Barrierefreiheit 2018“ werden Betriebe, Gemeinden, Organisationen, Veranstaltungen, Institutionen oder Projekte in Niederösterreich geehrt, die erfolgreich Maßnahmen zur Erhöhung der Barrierefreiheit umgesetzt haben. Barrierefreiheit kann nicht immer zu 100 Prozent verwirklicht werden, aber es ist wichtig, dass viele Initiativen gesetzt werden, um sich dem Ziel einer barrierefreien Umwelt für alle zu nähern.

Als Vorbilder sollen die Ausgezeichneten weitere Verantwortliche und Akteurinnen und Akteure in den Regionen motivieren, sich des Themas Barrierefreiheit künftig verstärkt anzunehmen. In den folgenden Kategorien wurde die Auszeichnung verliehen: Gemeinden, Wirtschaft/Tourismus, Kultur/Veranstaltungen, Personen/Institutionen und Bildung/Kommunikation.

Preisträger „Vorbild Barrierefreiheit 2018“

In der Kategorie Institutionen/Personen sind die Vereine Spielerpass und Club 81 die Preisträger.

Spielerpass, Obmann Niklas Karner, Krems an der Donau

Der Verein bietet Menschen mit Behinderungen materielle und soziale Unterstützung im Bereich Sport und Bewegung. Mit dem Ziel, Spielfreude zu vermitteln und das gesellschaftliche Bewusstsein für Inklusion und Nachhaltigkeit zu stärken, setzt sich die gemeinnützige Organisation ehrenamtlich für Special Needs Teams und inklusive Mannschaften in Niederösterreich ein.

Neben großen Fußballturnieren, mit Unterstützung vom berühmten Fußballern, organisiert der Verein ehrenamtlich Trainingscamps, Diskussionssymposien, Inklusionsquizze und das abgeschlossene Projekt „Balltonnen“. Ein vergleichbares Projekt mit diesem ehrenamtlichen Aufwand gibt es in Niederösterreich nicht.

Club 81, Obmann Josef Schoisengeyer, St. Pölten

Der Club 81 in St. Pölten, der das Ziel der Integration behinderter Menschen verfolgt, bietet gesellige Zusammenkünfte mit der Möglichkeit zur Kontaktfindung, Rehabilitationshilfen, Information und Beratung, den Besuch kultureller Veranstaltungen, den 1. NÖ Behindertenfahrtendienst St. Pölten (Partner ist Funk-Taxi Rittner), Reisen und Ausflüge mit einem rollstuhlgerechten Luxusreisebus. Bei Reisen und Ausflügen begleiten ehrenamtliche HelferInnen des Roten Kreuzes Prinzersdorf. Weiters wird die Vermittlung von behindertengerechten Urlaubsquartieren und die Führerscheinausbildung in Zusammenarbeit mit den Fahrschulen angeboten. Obmann Josef Schoisengeyer ist auch Mitglied des NÖ Monitoringausschusses.

Informationen über alle Preisträger finden sich auf: https://www.bhw-n.eu/no_cache/aktuelles/news-detail/artikel/erstmals-barrierefrei-preis-in.html?utm_source=bhw-newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter_11-2018

Preisverleihung an Club 81 Obmann Josef Schoisengeyer
Preisverleihung an Club 81 Obmann Josef Schoisengeyer (Foto: BhW / Gerald Lechner)

9. NÖ Selbsthilfe-Landeskonferenz zeichnet mehr als 100 Selbsthilfegruppen aus

Der Dachverband NÖ Selbsthilfe (DV-NÖSH) hat Ende November 2017 seine 9. Landeskonferenz im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten abgehalten.

„In schweren Lebenssituationen brauchen Betroffene und Angehörige Menschen, die sie begleiten und unterstützen. Rund 400 Selbsthilfegruppen in Niederösterreich bieten dafür ein unerlässliches ehrenamtliches Hilfenetz. Daher fördern wir die wichtige Arbeit des Dachverbandes sowie zahlreiche Maßnahmen direkt in den Selbsthilfegruppen. Danke an alle, die sich ehrenamtlich für die Gesundheit ihrer Mitmenschen in der Selbsthilfe engagieren“, so NÖGUS-Vorsitzender Landesrat Ludwig Schleritzko.

Auch KR Michael Pap, 2. Obmann-Stellvertreter der NÖGKK, lobte das Engagement rund um die Selbsthilfe: „Sie alle leisten einen außergewöhnlichen Beitrag im Gesundheitswesen. Wir sind seit 2001 Partner der Selbsthilfe und unterstützen diese seit 2005 bei den jährlichen Stammtischen sowie bei dieser Landeskonferenz. Diese Unterstützung werden wir gerne auch in den kommenden Jahren weiterführen.“

„Wir konnten in den vergangenen Monaten den Bogen von der Emotionalität zur Professionalität spannen. Dazu zählen auch neue Kooperationspartner – unter anderem der Verein Travel with doc, die Initiative ‚Tutgut!’, der KOBV und der Club 81“, berichtete Ronald Söllner, Vorstands-Vorsitzender des DV-NÖSH.

Ehrungen für 106 Gruppen

Im Rahmen dieser Konferenz wurden in Summe 106 langjährig bestehende Selbsthilfegruppen geehrt. In Ihnen engagieren sich rund 39.000 aktiv und inaktiv Betroffene seit Jahrzehnten für Menschen in besonderen Lebenslagen. Als Dankeschön gab es für jede Gruppe neben einer Urkunde das neue Dachverbandlogo – zwei nach oben geöffnete Hände mit Flamme – als künstlerisch gestaltete Holzfigur. Diese wurde als Gemeinschaftsprojekt von der Emmausgemeinschaft St. Pölten und der GW St. Pölten kreiert.

Josef Schoisengeyer, der zu den Mitgliedern des NÖ Monitoringausschusses (NÖ MTA) zählt, durfte sich mit seinem „Club 81 St. Pölten – Club für Behinderte und Nichtbehinderte“ über eine Auszeichnung für 35-jähriges Bestehen freuen. Damit zählte er bei dieser Landeskonferenz zu jenen fünf Gruppen, die sich schon seit mehr als drei Jahrzehnten – eine Gruppe sogar seit 70 (!) Jahren – auf besondere Weise um ihre Mitmenschen bemühen. Diese langjährige Erfahrung bringt Josef Schoisengeyer auch in den NÖ MTA mit ein und trägt auf diese Weise, wie viele andere ehrenamtlich Tätige in der Selbsthilfe, zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung bei.

Alle NÖ Kliniken sind selbsthilfefreundlich

Wesentlich für die Selbsthilfe ist seit Jahrzehnten die Zusammenarbeit mit den NÖ Universitäts- und Landeskliniken. „Mit dem Gütesiegel ‚Selbsthilfefreundliches Krankenhaus‘ wollen wir die gute Zusammenarbeit zwischen den NÖ Kliniken und Selbsthilfegruppen vor dem Vorhang holen und uns für dieses großartige Engagement für Menschen in Niederösterreich bedanken“, betonte Landesrat Schleritzko. Seit 2014 sind ALLE NÖ Kliniken als „selbsthilfefreundlich“ zertifiziert.

„In regelmäßigen Abständen – in diesem Fall nach vier Jahren – fragen wir nach, wie die Zusammenarbeit funktioniert. Leiterinnen und Leiter von Selbsthilfegruppen geben dazu ebenso ein Statement ab wie Selbsthilfepartnerinnen und -partner vor Ort in den Kliniken “, so Söllner. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wurde an diesem Nachmittag an VertreterInnen der Landeskliniken Amstetten, Hochegg, Melk, Waidhofen a.d. Ybbs und Wiener Neustadt sowie die Universitätskliniken Krems und St. Pölten die RE-Zertifizierungs-Urkunde überreicht. „Dies zeichnet sie für weitere fünf Jahre als ‚selbsthilfefreundlich’ aus. Wir danken ihnen für die Unterstützung unserer Selbsthilfegruppen in vielen Bereichen“, meinte Söllner gemeinsam mit LR Schleritzko bei der Verleihung.

Rahmenprogramm Musik und Kabarett

Durch das Programm führte Mag. Birgit Brunner, ORF NÖ. Eine Abordnung der Musikschule der Landeshauptstadt St. Pölten unter Leitung von Charly Moser kümmerte sich mit Gitarrenklängen und Gesang um das musikalische Rahmenprogramm. Zum Abschluss brachte das Medizinkabarett mit „Peter & Tekal“ die Lachmuskeln der knapp 200 Gäste zum Tanzen. „Ein wunderschöner Nachmittag“, resümierte eine Gruppenleiterin – und sprach damit wohl vielen TeilnehmerInnen aus der Seele – unter Ihnen auch wHR Mag.a Elfriede Riesinger (NÖGUS-GF), Dr.in Christine Rosenbach (NÖ Gleichbehandlungsbeauftragte und Vorsitzende des NÖ Monitoringausschusses), Andreas Mühlbauer (Behindertenvertrauensperson NÖ Landesdienst) und Christian Kysela (NÖGKK),

Mehr Informationen über die Arbeit im Dachverband NÖ Selbsthilfe gibt es auf www.selbsthilfenoe.at

Fotos: © Andreas Kraus und Xaver Lahmer

KR Michael Pap (NÖGKK), Mag. Dr. Bernhard Kadlec (Uniklinikum St. Pölten), wHR Mag. Elfriede Riesinger (NÖGUS), Landesrat Schleritzko und Ronald Söllner (DV-NÖSH, stehend) gratulierten Josef Schoisengeyer zum 35-jährigen Bestehen des Club 81 St. Pölten - Club für Behinderte und Nichtbehinderte
KR Michael Pap (NÖGKK), Mag. Dr. Bernhard Kadlec (Uniklinikum St. Pölten), wHR Mag. Elfriede Riesinger (NÖGUS), Landesrat Schleritzko und Ronald Söllner (DV-NÖSH, stehend) gratulierten Josef Schoisengeyer zum 35-jährigen Bestehen des Club 81 St. Pölten – Club für Behinderte und Nichtbehinderte
Musikdarbietung bei der 9. Landeskonferenz Selbsthilfe NÖ
Musikdarbietung bei der 9. Landeskonferenz Selbsthilfe NÖ
Kabarett bei der 9. Landeskonferenz Selbsthilfe NÖ
Kabarett bei der 9. Landeskonferenz Selbsthilfe NÖ

Erfolg für das 1. Inklusive Frühschoppen in St. Pölten

Für einen unterhaltsamen Samstagvormittag sorgten Blogger und YouTuber Martin Habacher und die inklusive Musikband „Hausmusik der Lebenshilfe Hartberg“ am Samstag, den 2. September im „Saal der Begegnung“ in St. Pölten beim 1. Inklusiven Frühschoppen.

Mit dieser gemeinsamen Veranstaltung wollten das Büro für Diversität, die Caritas St. Pölten und der Club 81 St. Pölten alle Menschen willkommen heißen und den gelungenen Besuch einer inklusiven Veranstaltung ermöglichen.

Für das kulinarische Wohl der Gäste sorgte das Cateringunternehmen Bogner aus St. Pölten-Wagram und die Fa. Egger Getränke aus Unterradlberg.

Die Hausmusik der Lebenshilfe Hartberg garantierte für Authentizität, Unterhaltung der besonderen Art sowie „an guaden Schmäh“.

Martin Habacher kam mit der Glasknochenkrankheit zur Welt. Seine körperliche Zerbrechlichkeit macht ihn letztendlich zu einer stärkeren Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Er sorgte auf vehemente und humorvolle Art und Weise dafür, dass Barrieren  – im Alltag und in unseren Köpfen – aufgebrochen werden.

Quelle: Club 81

1. Inklusives Frühschoppen in St. Pölten (Foto z.V.g.)
Martin Habacher
Martin Habacher beim 1. Inklusives Frühschoppen in St. Pölten (Foto z.V.g.)
Hausmusik der Lebenshilfe Hartberg
Hausmusik der Lebenshilfe Hartberg beim 1. Inklusives Frühschoppen in St. Pölten (Foto z.V.g.)