AMS NÖ unterstützt Berufseinstieg für Jobsuchende mit Behinderung

Beratungsgespräch eines blinden Menschen beim AMS

Das Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ hat sich für das Jahr 2019 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Bis Jahresende sollen 1.415 niederösterreichische Jobsuchende, bei denen eine Behinderung den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben erschwert, nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden. Beihilfen zu den Lohnkosten sollen Betroffenen und zukünftigen ArbeitgeberInnen den Einstieg erleichtern. 4,3 Millionen Euro an Einstellbeihilfen stellt das AMS NÖ für diese Zielgruppe im Jahr 2019 zur Verfügung. Für etwa 700 Personen werden auf diese Weise ein Jahr lang 30% der jeweils anfallenden Lohnkosten gefördert.

Neben der finanziellen Unterstützung werden auch ArbeitsassistentInnen aus dem NEBA-Netzwerk des Sozialministeriumservice (SMS) eingesetzt, um eine nachhaltige Integration im Betrieb und am konkreten Arbeitsplatz zu gewährleisten. Die ArbeitsassistentInnen halten von Beginn an mit allen Beteiligten – Betroffene und DienstgeberInnen – Kontakt und unterstützen beim Einstieg, begleiten beim Arbeitsalltag, suchen bei Krisen eine Lösung oder koordinieren den Kontakt zu Behörden oder anderen fördernden Stellen. Seit 2018 bis einschließlich Ende Februar haben 564 ehemals jobsuchende Personen mit Behinderungen in Kooperation mit dem AMS dieses freiwillige Angebot genutzt. Insgesamt haben sich im genannten Zeitraum in NÖ rund 3.300 Personen an die Arbeitsassistenz gewandt.

Ende Februar waren in Niederösterreich 3.057 Personen mit Behinderungen (davon 1.226 Frauen) bei einer der 22 AMS-Geschäftsstellen arbeitslos vorgemerkt. Während die Arbeitslosigkeit insgesamt in Niederösterreich zuletzt um 6,7% gesunken ist, ist jene der behinderten Jobsuchenden mit einem Plus von 3,4% leicht angestiegen.

(Quelle: AMS NÖ Medieninformation 3.4.2019)

Der Film „Mabacher #ungebrochen“ startet

Filmplakat mabacher #ungebrochen

Martin Habacher, der bekannte Youtuber und Blogger, starb heuer (2019) im Jänner. Er erlebte damit nicht mehr die Premiere des Doku-Films „Mabacher #ungebrochen“.

Filmplakat mabacher #ungebrochen
mabacher #ungebrochen

Habacher wurde bei seiner Geburt ein früher Tod prognostiziert. Er kam mit der Glasknochenkrankheit zur Welt – doch seine körperliche Zerbrechlichkeit machte ihn letztendlich zu einer stärkeren Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick erwarten würde. Auf vehemente und doch humorvolle Art und Weise trat er für Toleranz und gegen Barrieren auf.

Der inzwischen vielfach preisgekrönte Streifen startet am 18. Februar im Cinema Paradiso in St. Pölten und am 02. März in Krems im Kino im Kesselhaus, jeweils in Anwesenheit des Regisseurs Stefan Wolner.

In Wien läuft der Film im Filmcasino und im Schikaneder Kino.

Informationen unter: http://mabacherfilm.com/

Regisseur Stefan Wolner und Hauptdarsteller Martin Habacher
Regisseur Stefan Wolner und Hauptdarsteller Martin Habacher (Foto: http://mabacherfilm.com/)

NÖ Landesverein 0>Handicap unterstützt Menschen mit Behinderungen

Der Verein 0>Handicap, mit Sitz in St. Pölten, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderungen. So konnten heuer bereits 30 Menschen mit Behinderungen im Rahmen des „Gemeinnützigen Beschäftigungsprojektes“ und des Projektes „Qualifizierung“ in ganz NÖ in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Im Rahmen dieser Beschäftigungsprojekte werden die Teilnehmer/innen (Menschen mit physischen, psychischen, kognitiven Behinderungen sowie Menschen mit Sinnesbehinderungen ) befristet zwischen 12 und 36 Monate beim Verein angestellt – gearbeitet wird jedoch in der NÖ Landesverwaltung und in Betrieben der freien Wirtschaft. Berücksichtigt werden hierbei Kriterien wie zum Beispiel Qualifikation, bisherige Berufserfahrung oder Mobilität der Bewerber/innen, sowie Beschäftigungsmöglichkeiten in der jeweiligen Region. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden während der gesamten Projektdauer sozialpädagogisch betreut. Ziel der Projekte ist eine fixe Anstellung bei einem Betrieb oder eine Übernahme durch das Land NÖ.

Für eine Anstellung über den Verein 0>Handicap müssen bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Zum einen sollten die Bewerber/innen arbeitslos beziehungsweise arbeitssuchend gemeldet sein, zum anderen muss ein Grad der Behinderung von mindestens 50 % vorliegen.

Seit der Vereinsgründung 2001 konnten bereits 450 Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden.

 

Bei Interesse kontaktieren Sie

Verein 0>Handicap

NÖ Landesverein zur Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen

Landhausboulevard Top 30

3109 St. Pölten

02742/24688 od. 24686

office@0handicap.at

www.0handicap.at

NÖ Urlaubszuschuss unterstützt und entlastet pflegende Angehörige

Blick von Maria Taferl auf die Donau

Rund 100.000 Menschen sind in Niederösterreich pflegebedürftig, der Großteil von ihnen wird von den Angehörigen betreut. Gönnen sich pflegende Angehörige selbst eine Auszeit, ist das keineswegs egoistisch, sondern vorausschauend. Jeder Mensch braucht Urlaub, eine Auszeit vom Alltag. Besonders für Pflegende sind Erholungsphasen wichtig, damit sie sich nicht verausgaben und wieder Kraft schöpfen können. Dazu ist der Urlaubszuschuss für pflegende Angehörige des Landes Niederösterreich da.

Gefördert werden Personen, die Pflegebedürftige, die mindestens Pflegegeld der Stufe 3 beziehen, als Hauptpflegeperson betreuen, wenn sie in Österreich ihren Urlaub (auch ohne Pflegebedürftige) verbringen. Die Aktion kann pro Person und Jahr einmal in Anspruch genommen werden – unabhängig von den Kosten und der Dauer des Urlaubs. Der Urlaubszuschuss für pflegende Angehörige wurde mit 1. März 2018 erhöht und beträgt jetzt 175 Euro für einen Urlaub in Österreich und 225 Euro für einen Urlaub in Niederösterreich.

Um pflegende Angehörige zu entlasten, auch in Kombination mit dem NÖ Urlaubszuschuss, gibt es in allen NÖ Pflege- und Betreuungszentren und in den meisten Häusern privater Träger die Möglichkeit der vom Land Niederösterreich geförderten Tages- und Kurzzeitpflege. Dabei können die Pflegebedürftigen tageweise oder bis zu sechs Wochen in einem Pflegezentrum betreut werden.

Für Menschen, die tagsüber Hilfe und Pflege benötigen und Abwechslung und Geselligkeit schätzen, ist die Tagespflege das richtige Angebot. Eine andere Möglichkeit ist die Kurzzeit- oder Urlaubspflege. Sie dient zur Überbrückung von Zeiten, in denen ein pflegendes Familienmitglied verhindert ist, zum Beispiel Urlaub macht, krank ist oder einfach Auszeit braucht.

Über alle Fragen zu Pflege und Betreuung und den NÖ Urlaubszuschuss gibt die NÖ Pflegehotline unter 02742/9005-9095 Auskunft: Montag bis Freitag, von 8 bis 16 Uhr, oder per Mail unter post.pflegehotline@noel.gv.at.

Internet: http://www.noe.gv.at/noe/Pflege/Urlaubsaktion_fuer_Pflegende_Angehoerige.html

Quelle: NÖ Landeskorrespondenz und www.noe.gv.at

Leicht verständliche Nachrichten

Foto eines Stapels mit Zeitungen
Zeitungsstapel (Foto: picturepoint.photo / pixelio.de)

Viele Menschen haben große Mühen beim Lesen. Um diesen Personen aktuelle Nachrichten leichter zugänglich zu machen, stellt die Nachrichtenagentur APA in Kooperation mit dem Sozialministerium einen leicht lesbaren Nachrichtenüberblick zur Verfügung. Im Rahmen des Projektes „Top Easy“ setzt die APA-Redaktion einen Nachrichtendienst in einer einfacheren, leicht verständlichen Sprache um. Fünfmal die Woche wird ein kompakter Überblick zu den Top-Meldungen des Tages produziert, der an österreichische Medien und interessierte Verbände zur weiteren Verwendung übermittelt wird.

Mitfinanziert wird das Projekt in den ersten sechs Monaten vom Sozialministerium. Das Projekt Top Easy hilft, dass Informationen barrierefrei zugänglich werden. Das Projekt setzt auch die Ziele des Nationalen Aktionsplans Behinderung und der UN-Behindertenrechtskonvention um.

Fachliche Unterstützung liefert das Grazer Unternehmen capito, das sich auf Übersetzungen von Texten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spezialisiert hat. „Mehr als 40 Prozent der Erwachsenen verstehen komplexe Informationen nicht und können diese nicht sinnerfassend lesen“, erklärt Gründerin und capito-Chefin Walburga Fröhlich und beruft sich dabei auf die Leo-Studie der Universität Hamburg. Ihr Unternehmen hat ein Stufenmodell entwickelt, das es Menschen ermöglicht, in ihrer jeweiligen Lese-Kompetenzstufe einzusteigen und sich Schritt für Schritt weiter zu entwickeln.

Inhaltlich bietet der Dienst die vier bis sechs wichtigsten Meldungen des Tages aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Chronik, Kultur und Sport. Der leicht verständliche Nachrichtenüberblick wird am späten Nachmittag verschickt und kann auch per E-Mail bezogen werden.

Literatur-Wettbewerb OHRENSCHMAUS für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Foto der Ohrenschmaus Preisverleihung 2016
Preisverleihung 2016 (Foto: www.ohrenschmaus.net)

Ausschreibungsstart für den 11. Literaturpreis Ohrenschmaus: Menschen mit Lernbehinderungen sind auch dieses Jahr wieder eingeladen, ihre selbst verfassten Texte zum Literaturpreis Ohrenschmaus einzureichen. Die Einreichfrist startet bewusst am Welt-DownSyndrom-Tag (21. März) und endet am 15. September 2017.

Erklärtes Ziel des Literaturpreises ist es, mehr lernbehinderte Menschen zum Schreiben zu bewegen, ihnen den Zugang zur Literatur zu ermöglichen und Öffentlichkeit zu bieten. Zudem werden LeserInnen neue Einblicke in das Leben und Denken intellektuell behinderter Menschen ermöglicht.

„Die in den vergangenen zehn Jahren eingereichten Texte eröffnen uns einen anderen Blick auf das Leben und die Welt, regen zum Nachdenken an und lassen einen hin und wieder auch so richtig lachen. Literatur in höchster Form, wie wir sie durch den Literaturpreis weiter fördern möchten“, so Franz-Joseph Huainigg, Ohrenschmaus-Gründer und selbst Autor mehrerer Bücher.

Eine namhafte Jury rund um Felix Mitterer, der Franzobel, Eva Jancak, Heinz Janisch, Ludwig Laher und Barbara Rett angehören, sucht auch dieses Jahr wieder nach herausragenden Texten.

Die ausgezeichneten SchriftstellerInnen werden im Rahmen einer festlichen Preisverleihung am 4. Dezember 2017 im Wiener Museumsquartier geehrt. Es werden drei Hauptpreise mit je 1.000 Euro Siegerprämie vergeben. Jede Textsorte als auch jedes Thema, jeder Inhalt ist willkommen.

Die Einreichfrist endet am 15. September 2017. Weitere Informationen sowie die Ausschreibungskriterien sind online unter http://www.ohrenschmaus.net/mitmachen verfügbar. Eingereicht werden kann ab sofort per Upload auf der Website oder auf dem Postweg an:
Literaturpreis Ohrenschmaus, z.Hd. Evelyn Pammer, Palais Epstein, Dr. Karl-Renner-Ring 1, 1017 Wien.

Hinter dem Literaturpreis Ohrenschmaus steht ein Organisationsteam bestehend aus dem Initiator Franz-Joseph Huainigg mit Evelyn Pammer sowie Vertreter/innen von Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe und Vienna People First.