Inklusive Bildung – NÖ MTA empfiehlt Erstellung eines Inklusions-Fahrplans für NÖ

 

Die UN Behinderten-Rechts-Konvention (UN BRK) verlangt, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt Schulen besuchen können. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam unterrichtet werden.

Damit alle auch gut lernen können, ist Unterstützung notwendig – so müssen in einer inklusiven Schule zum Beispiel

  • gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer unterrichten,
  • die Gebäude barrierefrei sein,
  • für alle passende Schulbücher und andere Lernmittel vorhanden sein, …

 Fast die Hälfte aller Kinder, die Unterstützung beim Schulbesuch brauchen, besuchen in NÖ Sonderschulen. Das kann Nachteile bringen. Kinder mit und ohne Behinderung lernen zu wenig den Umgang miteinander. Das macht es Menschen mit Behinderung später noch schwerer, gleichberechtigt mit anderen an allen Lebensbereichen teilzunehmen. Etliche Kinder mit Behinderung könnten mit passender Unterstützung die Schule wie alle anderen Kinder abschließen; sie würden dann leichter einen Arbeitsplatz finden und sich selbst erhalten können.

Der NÖ Monitoringausschuss hat sich seit 2016 ausführlich mit dem Thema „Inklusive Bildung in NÖ“ beschäftigt. Am 6.Dezember 2016 fand dazu auch eine Öffentliche Sitzung des NÖ Monitoringausschusses statt. Dort sagten viele Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter sowie Schulexperten und Schulexpertinnen „Ja“ zu einer inklusiven Schule. 

Der NÖ Monitoringausschuss kann Empfehlungen, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen betreffen, gegenüber der NÖ Landesregierung abgeben. 

Am 6. April 2017 hat der NÖ Monitoringausschuss eine Empfehlung beschlossen: Der NÖ Monitoringausschuss fordert die NÖ Landesregierung auf, einen NÖ Inklusions-Fahrplan zu erstellen. 

  • Dieser NÖ Inklusions-Fahrplan soll für alle Schulen und Kindergärten, für die das Land NÖ zuständig ist, gelten. 
  • Dieser Plan soll sagen, bis wann Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden können. 
  • Dieser Plan soll auch alle wichtigen Maßnahmen enthalten, damit alle Kinder gut und erfolgreich gemeinsam lernen können. 
  • Menschen mit und ohne Behinderung sollen an diesem Plan mitarbeiten.

Die Empfehlung kann in schwerer Sprache und in einfach verständlicher Sprache heruntergeladen werden.

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