Leicht verständliche Nachrichten

Foto eines Stapels mit Zeitungen
Zeitungsstapel (Foto: picturepoint.photo / pixelio.de)

Viele Menschen haben große Mühen beim Lesen. Um diesen Personen aktuelle Nachrichten leichter zugänglich zu machen, stellt die Nachrichtenagentur APA in Kooperation mit dem Sozialministerium einen leicht lesbaren Nachrichtenüberblick zur Verfügung. Im Rahmen des Projektes „Top Easy“ setzt die APA-Redaktion einen Nachrichtendienst in einer einfacheren, leicht verständlichen Sprache um. Fünfmal die Woche wird ein kompakter Überblick zu den Top-Meldungen des Tages produziert, der an österreichische Medien und interessierte Verbände zur weiteren Verwendung übermittelt wird.

Mitfinanziert wird das Projekt in den ersten sechs Monaten vom Sozialministerium. Das Projekt Top Easy hilft, dass Informationen barrierefrei zugänglich werden. Das Projekt setzt auch die Ziele des Nationalen Aktionsplans Behinderung und der UN-Behindertenrechtskonvention um.

Fachliche Unterstützung liefert das Grazer Unternehmen capito, das sich auf Übersetzungen von Texten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden spezialisiert hat. „Mehr als 40 Prozent der Erwachsenen verstehen komplexe Informationen nicht und können diese nicht sinnerfassend lesen“, erklärt Gründerin und capito-Chefin Walburga Fröhlich und beruft sich dabei auf die Leo-Studie der Universität Hamburg. Ihr Unternehmen hat ein Stufenmodell entwickelt, das es Menschen ermöglicht, in ihrer jeweiligen Lese-Kompetenzstufe einzusteigen und sich Schritt für Schritt weiter zu entwickeln.

Inhaltlich bietet der Dienst die vier bis sechs wichtigsten Meldungen des Tages aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Chronik, Kultur und Sport. Der leicht verständliche Nachrichtenüberblick wird am späten Nachmittag verschickt und kann auch per E-Mail bezogen werden.

Literatur-Wettbewerb OHRENSCHMAUS für Menschen mit Lernschwierigkeiten

Foto der Ohrenschmaus Preisverleihung 2016
Preisverleihung 2016 (Foto: www.ohrenschmaus.net)

Ausschreibungsstart für den 11. Literaturpreis Ohrenschmaus: Menschen mit Lernbehinderungen sind auch dieses Jahr wieder eingeladen, ihre selbst verfassten Texte zum Literaturpreis Ohrenschmaus einzureichen. Die Einreichfrist startet bewusst am Welt-DownSyndrom-Tag (21. März) und endet am 15. September 2017.

Erklärtes Ziel des Literaturpreises ist es, mehr lernbehinderte Menschen zum Schreiben zu bewegen, ihnen den Zugang zur Literatur zu ermöglichen und Öffentlichkeit zu bieten. Zudem werden LeserInnen neue Einblicke in das Leben und Denken intellektuell behinderter Menschen ermöglicht.

„Die in den vergangenen zehn Jahren eingereichten Texte eröffnen uns einen anderen Blick auf das Leben und die Welt, regen zum Nachdenken an und lassen einen hin und wieder auch so richtig lachen. Literatur in höchster Form, wie wir sie durch den Literaturpreis weiter fördern möchten“, so Franz-Joseph Huainigg, Ohrenschmaus-Gründer und selbst Autor mehrerer Bücher.

Eine namhafte Jury rund um Felix Mitterer, der Franzobel, Eva Jancak, Heinz Janisch, Ludwig Laher und Barbara Rett angehören, sucht auch dieses Jahr wieder nach herausragenden Texten.

Die ausgezeichneten SchriftstellerInnen werden im Rahmen einer festlichen Preisverleihung am 4. Dezember 2017 im Wiener Museumsquartier geehrt. Es werden drei Hauptpreise mit je 1.000 Euro Siegerprämie vergeben. Jede Textsorte als auch jedes Thema, jeder Inhalt ist willkommen.

Die Einreichfrist endet am 15. September 2017. Weitere Informationen sowie die Ausschreibungskriterien sind online unter http://www.ohrenschmaus.net/mitmachen verfügbar. Eingereicht werden kann ab sofort per Upload auf der Website oder auf dem Postweg an:
Literaturpreis Ohrenschmaus, z.Hd. Evelyn Pammer, Palais Epstein, Dr. Karl-Renner-Ring 1, 1017 Wien.

Hinter dem Literaturpreis Ohrenschmaus steht ein Organisationsteam bestehend aus dem Initiator Franz-Joseph Huainigg mit Evelyn Pammer sowie Vertreter/innen von Caritas, Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe und Vienna People First.